Wenn die Sommerferien anfangen, stehen in der Stadt immer zahlreiche Termine an. Emma ist unterwegs und berichtet morgen darüber.
Samstag, 16. Juni 2012
Mittwoch, 13. Juni 2012
Die Kunst des Perlenstickens - Interview mit Sigrid ('Sibea')
Kerzenschein, der sich in vergoldeten Rahmen spiegelt, Damen in fließenden Abendkleidern, dunkelrote Samtvorhänge, gedämpfte Gespräche, leise Musik ....
Sigrids Perlenstickereien wecken Bilder. Armbänder im Art Deco Stil, funkelnde Täschchen, aber auch verspielte Blüten und Blätter, die an die Siebziger Jahre erinnern - all das entspringt ihren kreativen Ideen. Oder sollten wir sagen: ihren geschickten Fingern? Ihre erste Perlenarbeit hat sie 1970 begonnen und, wie sie selbst sagt, jahrelang daran gearbeitet, um dieses kleine (25x18cm) Kunstwerk fertigzustellen.
Erst im Jahr 2000 hat sie wieder damit begonnen, und seither hat die Faszination nicht nachgelassen. Aber lassen wir sie selbst erzählen:
Erzählst
du uns kurz etwas über einen typischen Tag bei dir?
Sigrids Perlenstickereien wecken Bilder. Armbänder im Art Deco Stil, funkelnde Täschchen, aber auch verspielte Blüten und Blätter, die an die Siebziger Jahre erinnern - all das entspringt ihren kreativen Ideen. Oder sollten wir sagen: ihren geschickten Fingern? Ihre erste Perlenarbeit hat sie 1970 begonnen und, wie sie selbst sagt, jahrelang daran gearbeitet, um dieses kleine (25x18cm) Kunstwerk fertigzustellen.
Erst im Jahr 2000 hat sie wieder damit begonnen, und seither hat die Faszination nicht nachgelassen. Aber lassen wir sie selbst erzählen:
Würdest du dich kurz vorstellen?
Ich heiße Sigrid, bin Jahrgang 46 und wohne in Wuppertal, der größten Stadt im
Bergischen Land.
Ich bin mein Leben lang kreativ tätig gewesen, sei es mit Wolle oder Stoff oder
anderen Materialien.
Seit einer Reihe von Jahren fasziniert mich die Arbeit mit kleinen und großen bunten Glasperlen, mit denen ich versuche, schöne Dinge herzustellen.
Wickelketten – in Fädeltechnik oder im Peyotestich – herzustellen bereitet mir auch große Freude.
Am liebsten sticke ich Armbänder und auch Choker nach Lust und Laune - ohne Konzept oder Vorlage und wie die Farben gerade kommen. Es ist für mich eine sehr entspannende Arbeit, auch wenn ich manchmal eine halbe Stunde oder auch länger nach einer passenden Perle suchen muß.
Habe verschiedene Techniken ausprobiert, habe mich aber fürs Perlensticken und -nähen entschieden.
Für den Winter stricke ich als Ausgleich warme Pulswärmer aus Alpaka-Wolle mit einem NorwegerMuster aus Rocailles. Ich entdecke also immer wieder Neues, was mir Spaß macht.
Seit einer Reihe von Jahren fasziniert mich die Arbeit mit kleinen und großen bunten Glasperlen, mit denen ich versuche, schöne Dinge herzustellen.
Wickelketten – in Fädeltechnik oder im Peyotestich – herzustellen bereitet mir auch große Freude.
Am liebsten sticke ich Armbänder und auch Choker nach Lust und Laune - ohne Konzept oder Vorlage und wie die Farben gerade kommen. Es ist für mich eine sehr entspannende Arbeit, auch wenn ich manchmal eine halbe Stunde oder auch länger nach einer passenden Perle suchen muß.
Habe verschiedene Techniken ausprobiert, habe mich aber fürs Perlensticken und -nähen entschieden.
Für den Winter stricke ich als Ausgleich warme Pulswärmer aus Alpaka-Wolle mit einem NorwegerMuster aus Rocailles. Ich entdecke also immer wieder Neues, was mir Spaß macht.
Wie bist du zu deiner kreativen Tätigkeit gekommen – oder sie zu dir?
Ich bin
in einem kreativen Haushalt aufgewachsen und dadurch konnte ich garnicht anders
als mich auch damit zu beschäftigen.
Wie viel Zeit/Aufwand/Herzblut investierst du täglich/wöchentlich dafür?
Wenn die
Zeit es zulässt, jeden Tag 2 – 3 Stunden
Erzählst
du uns kurz etwas über einen typischen Tag bei dir?
An erster
Stelle ausschlafen. Zweimal in der Woche gehe ich Vormittags ins Fitnessstudio
um einen Ausgleich zur sitzenden Tätigkeit zu haben. So sorge ich für Kraft und
Ausdauer.
Woran arbeitest du gerade?
Zur Zeit
habe ich mehrere Armbänder in Arbeit.
Wer oder was inspiriert dich?
Mich
inspirieren meistens schöne Perlen und
auch Farben.
Was liebst du an deiner Tätigkeit am meisten?
Nach
meinen Vorstellungen kreativ zu sein, ohne Vorlagen und Anleitungen.
Wenn du drei Dinge an dir oder deiner Arbeit ändern könntest – welche wären das?
Ich
würde zu erst den Tag doppelt so lang machen, immer die Sonne auf meine Arbeit
scheinen lassen und keine Nackenschmerzen bekommen.
Stell dir vor, du könntest unbegrenzt durch Zeit und Raum reisen: wo und wann würdest du gern leben?
Ich
würde gerne zur Jugendstil - Zeit in Wien leben, diese Zeit inspiriert mich sehr.
Welche drei Alltagsgegenstände beschreiben dich am besten/sind typisch für dich?
Perlen,
Perlen, Perlen!
Welche drei Dinge würdest du gern in Zukunft noch tun oder erreichen?
Ich
möchte noch laaange meine Perlenstickereien machen können.
Hast du ein Lebensmotto oder ein Lieblingszitat?
Kunst
ist schön,
macht
aber viel Arbeit.
Von Karl
Valentin
Dankeschön! Und wenn du noch nicht
genug hast – hier kommen noch ein paar Entscheidungsfragen. Verrate uns, was du
lieber magst:
Sommer
oder Winter?
Winter
Meer
oder Berge?
Meer
London
oder New York?
London
Auto
oder Fahrrad?
Auto
Kaffee
oder Tee?
Tee
Pommes
oder Sushi?
Sushi
Schokolade
oder Gummibärchen?
Gummibärchen
Fingerringe
oder Ohrringe?
Fingerringe
Rock
oder Hose?
Hose
Brettspiele
oder Computerspiele?
Weder
noch!
Schlafen
oder Essen?
Essen
Ebook
oder Antiquariat?
Antiquariat
Darth
Vader oder Voldemort?
Kenn ich
nicht
Dankeschön!
Übrigens gibt es Sigrids Perlenkunstwerke auch zu kaufen. Hier: http://de.dawanda.com/shop/sibea!
Dienstag, 12. Juni 2012
Perlenstickerei - morgen im Interview mit 'Sibea'
Morgen endlich wird unsere Interview-Reihe starten, und den Anfang macht Sigrid von 'Sibea'. So viel sei schon verraten: Es wird um Perlenstickerei gehen.
Bei dem Wort 'Perlen' allein denkt wohl fast jeder an Schmuckstücke, schillernd, schimmernd - kleine Kostbarkeiten eben. Wir haben uns mal ein bisschen schlau gemacht und gesehen: dasselbe gilt für die Perlenstickerei, die jeden noch so schlichten Untergrund in ein kostbares Utensil verwandelt. In der Mode haben diese Stickarbeiten über viele Jahrhunderte eine Rolle gespielt. Da es eine unglaublich aufwändige Technik ist, für die nicht nur viele kleine Perlen nötig sind, sondern auch ein gutes Auge, geschickte Finger und unendlich viel Geduld, wurden damit entweder kleine Accessoires bestickt, wie Täschchen oder Etuis, oder es wurden kleine Verzierungen angebracht (das auf dem Bild ist übrigens Teil eines 'pen-wipers', ein Stoff zum Abwischen der Tintenfeder, aus Mrs. Beeton's Book of Needlework)
oder Konturen betont (hier ein Stoff aus dem Rokoko, Sammlung des Kyoto Costume Institure, Bd.1).
Auch wenn wir heute nur noch selten einen Federwischer brauchen und edle Stoffe höchstens noch an besonderen Festtagen eine Rolle spielen, hat sich abseits von Trends und Zeitgeist die Perlenstickerei offensichtlich eine Nische bewahren können, was Zeitschriften wie Perlen Poesie beweisen. Wir fanden das sehr beruhigend und werden uns den französischen Spielfilm "Die Perlenstickerinnen" (Orig.: Les Brodeuses ) von 2005 bestimmt bald ansehen. Vor allem aber freuen wir uns, morgen mehr schöne Stickarbeiten zeigen zu können - die von 'Sibea'!
Bei dem Wort 'Perlen' allein denkt wohl fast jeder an Schmuckstücke, schillernd, schimmernd - kleine Kostbarkeiten eben. Wir haben uns mal ein bisschen schlau gemacht und gesehen: dasselbe gilt für die Perlenstickerei, die jeden noch so schlichten Untergrund in ein kostbares Utensil verwandelt. In der Mode haben diese Stickarbeiten über viele Jahrhunderte eine Rolle gespielt. Da es eine unglaublich aufwändige Technik ist, für die nicht nur viele kleine Perlen nötig sind, sondern auch ein gutes Auge, geschickte Finger und unendlich viel Geduld, wurden damit entweder kleine Accessoires bestickt, wie Täschchen oder Etuis, oder es wurden kleine Verzierungen angebracht (das auf dem Bild ist übrigens Teil eines 'pen-wipers', ein Stoff zum Abwischen der Tintenfeder, aus Mrs. Beeton's Book of Needlework)
oder Konturen betont (hier ein Stoff aus dem Rokoko, Sammlung des Kyoto Costume Institure, Bd.1).
Auch wenn wir heute nur noch selten einen Federwischer brauchen und edle Stoffe höchstens noch an besonderen Festtagen eine Rolle spielen, hat sich abseits von Trends und Zeitgeist die Perlenstickerei offensichtlich eine Nische bewahren können, was Zeitschriften wie Perlen Poesie beweisen. Wir fanden das sehr beruhigend und werden uns den französischen Spielfilm "Die Perlenstickerinnen" (Orig.: Les Brodeuses ) von 2005 bestimmt bald ansehen. Vor allem aber freuen wir uns, morgen mehr schöne Stickarbeiten zeigen zu können - die von 'Sibea'!
Zeitreisen - was wäre wenn...
Wäre es nicht praktisch, so zur Inspiration kurz mal ins 19.Jahrhundert zu springen?
Mal eben mit Cleopatra in Milch zu baden oder mit Goethe zuschreiben?
Den schönsten Tag des Lebens nochmals zu erleben oder eine misslungene Prüfung zu wiederholen?
![]() |
| http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-24045.html |
Zeitreisen sind etwas Wunderbares, doch leider (noch) nicht realisierbar. Aber in den letzten Jahrzehnten hat die Wissenschaft es weit gebracht. Wir können andere Planeten besuchen und uns mit Menschen auf der anderen Seite der Weltkugel austauschen.
Wer weiß - noch ist nicht alles verloren ...
Also mit ein bisschen Herumprobieren und ein paar Wurmlöchern ...
Montag, 11. Juni 2012
Reise zu uns selbst
Sonntag, 10. Juni 2012
London zu Fuß
Okay. London hat die älteste Underground Linie Europas - aber muss man sie deshalb auch dauernd benutzen? Wir fanden: nein.
Von King's Cross bis zum Buckingham Palace dauert es kaum mehr als eine halbe Stunde, bei durchschnittlicher Laufgeschwindigkeit. Und so lässt sich innerhalb kürzester Zeit entdecken, dass zwischen modernen Bürogebäuden pittoreske Pubs stehen, die vermutlich schon Shakespeares Zeitgenossen besucht haben, dass neben großen Kaufhausketten noch immer viele kleine Läden Schönes und Ausgefallenes anbieten, dass die Theater sich dicht in Covent Garden drängen und von uns Berlinern, die wir an pompöse Kulturtempel gewöhnt sind, leicht übersehen werden können. Zugegeben, abends taten uns die Füße weh. Aber das ist es immer wieder wert! Und mit diesen Bildern endet die London-Woche ....
Buchtipp zur Reise: The Victorian House
Auch in London ist die Zeit nicht stehengeblieben, und so etwas hier:
gibt es nur noch selten zu sehen. Trotzdem ist die Vergangenheit hier präsenter als in vielen anderen Städten:
Eine der Blütezeiten war das Viktorianische Zeitalter (und für alle Steampunk-Sympathisanten sei hier auf das Science Museum hingewiesen, das neben vielen anderen interessanten technischen Exponaten eine wirklich beeindruckende Dampfmaschine zeigt, mit der seinerzeit 1700 Webstühle angetrieben wurde - was wir ihr sofort zugetraut haben.). Dazu ein Buchtipp. Wer sich in den kommenden Wochen am Strand oder im Liegestuhl ein wenig dazu einlesen möchte, dem sei "The Victorian House" von Judith Flanders empfohlen - ein Sachbuch voll mit Fakten über das Londoner Alltagsleben (vornehmlich des Mittelstandes) im 19. Jahrhundert.
Und wer nicht ganz so weit in der Zeit zurückgehen möchte, dem legen wir die Buchserie Call the Midwife von Jennifer Worth ans Herz. London in den 1950er Jahren, wie es das so heute auch schon lange nicht mehr gibt. Gibt es übrigens auch als Film ...
gibt es nur noch selten zu sehen. Trotzdem ist die Vergangenheit hier präsenter als in vielen anderen Städten:
Eine der Blütezeiten war das Viktorianische Zeitalter (und für alle Steampunk-Sympathisanten sei hier auf das Science Museum hingewiesen, das neben vielen anderen interessanten technischen Exponaten eine wirklich beeindruckende Dampfmaschine zeigt, mit der seinerzeit 1700 Webstühle angetrieben wurde - was wir ihr sofort zugetraut haben.). Dazu ein Buchtipp. Wer sich in den kommenden Wochen am Strand oder im Liegestuhl ein wenig dazu einlesen möchte, dem sei "The Victorian House" von Judith Flanders empfohlen - ein Sachbuch voll mit Fakten über das Londoner Alltagsleben (vornehmlich des Mittelstandes) im 19. Jahrhundert.
Und wer nicht ganz so weit in der Zeit zurückgehen möchte, dem legen wir die Buchserie Call the Midwife von Jennifer Worth ans Herz. London in den 1950er Jahren, wie es das so heute auch schon lange nicht mehr gibt. Gibt es übrigens auch als Film ...
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