Mittwoch, 5. Juni 2013

Garten-Arbeit

Wenn das Wetter schon mal schön ist, ist Gartenarbeit angesagt. Normalerweise frühstücke ich um diese Jahreszeit schon seit Wochen täglich draußen, lese am Gartentisch die ersten e-mails und erfreue mich an der Blütenpracht um mich herum. Während der Arbeit natürlich ... In diesem Jahr war noch nichts mit Frühstück im Grünen, blühen tut auch nicht wirklich viel, schon gar nicht prächtig. Immerhin gibt sich der kleine Thymian redlich Mühe :)
 Und nach der Gartenarbeit dann - endlich: Arbeit im Garten :). So sieht das dann aus:
 Und aus der Nähe: Strickzeug, Teetasse, Strickbuch .... schön :)

Montag, 3. Juni 2013

Strohbilder mit Meeresstimmung?

Bei meiner Reise in die Vergangenheit bin ich auch auf Kunstgewerbe der sonderbaren Art gestoßen. Irgendwann in den 1960er Jahren waren diese Strohbilder beliebt und verbreitet - 'modern' eben. Dazu wurden Strohhalme getrocknet, aufgeschnitten und zu meist stilisierten Motiven aufgeklebt, ehe sie hinter Glas gerahmt wurden. Mit dieser Technik Meeresmotive herzustellen wäre für mich nicht unbedingt naheliegend - Strohhalme in unterschiedlichen hellen Schattierungen auf schwarzem Grund? Meer, das wäre doch vor allem Blau, Weiß - vielleicht noch Türkis ...
Aber je länger ich diese Bilder betrachtete, desto mehr regten sie in ihrer Schlichtheit die Fantasie an: Ein Segelboot in der Nähe eines Leuchtturms vor dem schwarzen Nachthimmel vielleicht?
 Ich glaube, diese Bilder behalte ich noch ein bisschen .... 



Freitag, 31. Mai 2013

Zehn Monate lang herrschte hier Pause, Monate, in denen viel passiert ist und wir uns neu sortieren mussten. Jetzt hat das schlechte Wetter auch sein Gutes. Zu Outdooraktivitäten hat es jedenfalls bisher nicht eingeladen. Dafür bietet es die Möglichkeit, endlich alles aufzuarbeiten, was in der letzten Zeit zu kurz gekommen ist ;) Und wir starten optimistisch in diesen Sommer - zumindest hier auf dem Wollariums-Blog. Mit der sommerlichsten Sonnenfarbe überhaupt: Orange.

Die Siebziger - das waren psychedelische Designs und grelle Farben, Flokati-Teppiche und Space-Age-Möbel. Aber eigentlich waren sie das nicht. Die Pantone- und Space-Age-Ära fing schon in den Sechzigern an, als die Raumfahrt die Medien und das Denken beherrschte. Im Design setzten sich kühne Linen und Farben durch, die  nicht jedem gefielen. Die Siebziger, das waren auch oft düstere Kombinationen von Braun und Beige, damals, als der Landhausstil noch dunkel und schwer war. Farbneutraler und vermutlich deswegen verbreiteter. Das Bild oben ist aus der 'Burda' Nr. 9 vom September 1971. Die Schlafräume waren jetzt weit entfernt von der Schleiflack-Schlichtheit der frühen Sechziger und wurden zum Wohnraum. Der Sessel im Vordergrund, die Grafiken an den Wänden - überlebt haben aus dieser Zeit eben vor allem die ungewöhnlichen Konturen, der Mut zum eigenwilligen Stil und die sonnigen Leuchtfarben - und hier sind sie in all ihrer Pracht und Schönheit.  Unten ein Vorhang, der bis heute dem Zahn der Zeit widerstanden hat:



Diese Tischdecke zeigt nichts von den abstrakten Grafiken, die wir sonst mit diesem Stil assoziieren. Aber das großblumige Webmuster spiegelt so viel von der optimistischen Atmosphäre wider, dass ich sie unbedingt haben musste:

Und, ganz typisch: das orangefarbene Telefon ....


Donnerstag, 26. Juli 2012

Tierpark Friedrichsfelde - Wolliges im Sommer ....




Okay, wir geben es zu: wir sind Fans des Berliner Tierparks. Nein, nicht des Zoos, um Verwechslungen vorzubeugen, sondern des Tierparks in Friedrichsfelde. Selbst wenn die Tiere mal nicht zu Hause wären, bliebe das ein schönes Ausflugsziel - der Park, das Schloss, so viel Grün - falls Ihr noch nicht da wart: hier gibt's Infos über Öffnungszeiten und Eintrittspreise.
Abgesehen von den anderen Attraktionen haben wir auch immer ein besonderes Auge auf die Schafe und Alpakas, die es dort gibt. Vor allem mit den Zackelschafen - das sind die Damen und Herren dort rechts - verbindet uns eine besondere Erinnerung ... und dazu morgen mehr ...




Mittwoch, 25. Juli 2012

Stricken und Meditation II - Langsamkeit lernen ....



Es ist endlich sommerlich warm, und wir müssen zugeben, dass wir weniger Zeit am Computer verbringen als sonst und es daher auch im Blog große Pausen gibt. Aber der nächste Herbst kommt bestimmt und damit auch wieder die Stricksaison - falls es denn eine gibt ... Zurück also zu dem Zusammenhang zwischen Stricken und Meditation - ist ja nicht so, dass es sich um einen schlichten Zeitvertreib handelt :-) - Stricken ist viel mehr!
Jeder einzelne unserer Tage ist so überladen, jede Minute unseres Daseins so auf Schnelligkeit und Effektivität ausgerichtet, dass wir unserem eigenen Leben zuweilen kaum zu folgen vermögen und manchmal fürchten, es wäre noch ein zweites oder drittes nötig oder doch wenigstens ein Sechsunddreißig-Stunden-Tag ... Doch das ist nicht immer zu schaffen. Manchmal ist Innehalten notwendig. Stress abbauen - und das nicht erst, wenn es zu spät ist!  Wir sollten das Innehalten rechtzeitig ausprobieren, es am besten frühzeitig in unseren Alltag integrieren, um diesen Zustand als normal, ja sogar als wohltuend zu empfinden. Aber es ist auch nicht zu spät, uns erst dann die Fähigkeit zur Ruhe anzueignen, wenn sie uns schon aufgezwungen wurde. In jedem Fall müssen wir sie meistens buchstäblich erlernen, und das geht wie bei den meisten anderen Dingen in erster Linie durch Üben. Aktivität ist ein Teil des Lebens, und Ruhe ist es ebenso. Besonders gut lernen wir die Kunst, zur Ruhe zu kommen, durch Meditieren.
Ein Hilfsmittel dabei kann das Stricken sein. Stricken als meditative Tätigkeit – das ist möglich und wird inzwischen auch in der Medizin und Psychologie nicht mehr bestritten, die es damit in eine Reihe stellt mit Yoga, Tai Chi und Qi Gong.

Sonntag, 15. Juli 2012

Stricken - fasziniert und entspannt!



Immer mal wieder fragen wir uns, warum das Stricken eigentlich nach Jahren und Jahren immer noch so faszinierend bleibt. Gefunden haben wir dafür verschiedene Gründe - und das sind bestimmt noch nicht alle. In den nächsten Tagen wollen wir diese Gründe hier nach und nach vorstellen ....

Stricken ist – ähnlich wie Gartenarbeit, Malen oder Yoga – eine meditative Tätigkeit und Meditation wirkt positiv auf die Gesundheit von Körper und Geist. Nun hat aber nicht jeder einen Garten zur Verfügung, und das Malen erfordert mit der Benutzung von Palette, Staffelei und anderen unhandlichen Gegenständen oft einiges an Aufwand und Vorbereitung. Und Yoga – vor allem das hier in der westlichen Kultur meist praktizierte Hatha-Yoga – stellt Anforderungen an die körperlichen Fähigkeiten, die nicht jedem Menschen gegeben sind, schon gar nicht in allen Lebenslagen.
   Stricken dagegen besitzt keinen einzigen dieser Nachteile, dafür aber eine ganze Menge Vorteile gegenüber den anderen Meditationstechniken. Es ist dafür nichts weiter erforderlich als der Wunsch, es zu probieren oder einmal neu zu probieren, dazu etwas Strickgarn und die passenden Nadeln. Strickzeug ist leicht transportierbar, und beinahe überall kann gestrickt werden, ohne gegen gesellschaftliche Konventionen zu verstoßen. Versuchen Sie das einmal mit Kopfstand!
   Die meditative Wirkung kann  durch die sorgfältige Auswahl eines geeigneten Materials und den bewussten Einsatz von Farbe noch deutlicher gelenkt und intensiviert werden. Stricken bietet ungeahnte Möglichkeiten. Deswegen sollten viel mehr Menschen angeregt werden, es einmal zu versuchen und von den positiven Effekten dieser alten Handarbeitskunst zu profitieren!! Stay tuned :-)