Darauf gebracht hat mich die familieneigene Studentin. Die eines Tages erklärte, sie möchte eine Schreibmaschine haben, eine mechanische. Ich dachte an die Kraft, die nötig war, um die Tasten zu bedienen - vor allem der kleine Finger musste hart arbeiten - und an die Geräuschkulisse -- Tapptapptappkliinnggg! - an die vielen Tippfehler, an verrutschendes Kohlepapier und eingetrocknetes Tipp-Ex .... aber jetzt hat sie eine. Und sie schreibt damit. Warum? Weil das Schreiben unmittelbarer ist. Weil jedes Wort, jeder Halbsatz genauer durchdacht werden muss, ehe er auf das Papier kommt. Weil das Schreiben, das nicht beliebig lösch-, erneuer- und veränderbar ist, ein anderes Denken erfordert. Weil Texte in Form und Material bei der mechanischen Arbeit künstlerisch veränderbar sind und nicht nur auf Papier geschrieben werden müssen. Das alles ermöglicht die mechanische Schreibmaschine. Wer hätte das gedacht ....
Und so kam diese Retro-Welle auch bei mir an. Und ich entdeckte die Schönheit ihrer Designs. Ganz vorn steht da Olivetti. Und damit meine ich nicht die vermutlich einzige pinkfarbene Schreibmaschine - die aber wirklich sehenswert ist. Valentine heißt sie. Wie auch sonst?
Freitag, 5. Juli 2013
Mittwoch, 3. Juli 2013
Olympiareif? Meine Vorlieben für Schreibmaschinen
Ich gehöre ja noch zu jenen, die Schreibmaschinen noch so richtig aus dem Alltag kennen und benutzt haben. Erst mechanische, dann elektrische - und dann kam bekanntlich der Computer. Als Schulkind hatte ich mir in den Kopf gesetzt, das 10-Finger-System zu lernen, und habe Stunden mit Übungsbüchern verbracht und akribisch Tasten bedient. ASDF. JKLÖ. Und Varianten davon ....
Benutzt habe ich dafür eine kleine Koffermaschine, und obwohl wir so viel Zeit miteinander verbracht haben, kann ich mich nicht mehr erinnern, wie sie hieß. Aber ich weiß, dass sie Grau war. Graublau mit Graubeige, Gehäuse und Tasten. Ein rein zweckmäßiger Gebrauchsgegenstand. Kein Mensch hat mir damals gesagt, dass es da schon BUNTE Modelle gab -- in Grün. In Rot. In Gelb. In Orange. Es mussten sooo viele Jahre vergehen, bis ich das herausgefunden hatte ... und hier sind sie jetzt. Meine persönlichen Favoriten. Und ich kann sogar noch Farbbänder wechseln :)
Benutzt habe ich dafür eine kleine Koffermaschine, und obwohl wir so viel Zeit miteinander verbracht haben, kann ich mich nicht mehr erinnern, wie sie hieß. Aber ich weiß, dass sie Grau war. Graublau mit Graubeige, Gehäuse und Tasten. Ein rein zweckmäßiger Gebrauchsgegenstand. Kein Mensch hat mir damals gesagt, dass es da schon BUNTE Modelle gab -- in Grün. In Rot. In Gelb. In Orange. Es mussten sooo viele Jahre vergehen, bis ich das herausgefunden hatte ... und hier sind sie jetzt. Meine persönlichen Favoriten. Und ich kann sogar noch Farbbänder wechseln :)
Sonntag, 23. Juni 2013
MidCentury Kitchenware - oder warum Cathrineholm so beliebt ist
Vor einiger Zeit hörte ich zum ersten Mal von Cathrineholm und hielt das, wie vermutlich viele andere auch, für den Namen einer Designerin - Cathrine Holm. Tatsächlich aber ist Cathrineholm der Name einer norwegischen Fabrikation, die nach ihrer Gründung 1907 zunächst Produkte aus Schmiedeeisen für die Landwirtschaft herstellte und danach im Zuge veränderter Nachfrage dazu überging, emaillierte Haushaltswaren herzustellen - und dafür noch heute bekannt ist, obwohl sie schon 1970 geschlossen wurde. Das Design, das inzwischen beachtliche Preise auf dem Markt erzielt, heißt 'Lotus' und ist zum Beispiel hier auf dem Blog von AmpersandVintageModern zu sehen. Mir fiel auf, dass das Blattmotiv, das die Waren von Cathrineholm so leicht erkennbar macht, in der Mitte des 20. Jahrhunderts - also in den 50er und 60er Jahren - europaweit populär gewesen sein muss, denn es begegnete mir so oder doch so ähnlich ziemlich häufig:
Vielleicht macht das einen Teil des Zaubers von Cathrineholm aus - es lässt sich mit so vielem kombinieren.
Vielleicht macht das einen Teil des Zaubers von Cathrineholm aus - es lässt sich mit so vielem kombinieren.
Freitag, 21. Juni 2013
Meeresstimmung - diesmal als Ölbild
In einem Trödelladen sah ich vor einiger Zeit dieses Ölbild. Beim ersten Besuch hab ich es noch stehen gelassen - bzw. hängen, denn es war zwischen Wandtellern, Drucken und anderem Dekor an der Wand befestigt - beim zweiten Besuch musste es mit. Es ist datiert vom 1.12.1932, signiert mit K. O. Seitz. Den Maler kenne ich nicht, aber ich finde, es hat Charme - und mir gefallen die zarten Farbtöne. Jetzt steht es hier und muss noch warten, bis ich den richtigen Platz dafür gefunden habe ....
Freitag, 14. Juni 2013
Vintage kitchen - die Küche der 50er
Das Wetter ist mal wieder eher mäßig, da ist nichts mit Arbeit im Garten - gehen wir doch stattdessen in die Küche ... Was mir immer besonders gefallen hat, waren die üppigen Muster der Vorhangstoffe, vielleicht inspiriert vom Fernweh und der Vorliebe für Italien, die damals aufkam - jedenfalls scheinen die Farben und Motive davon inspiriert zu sein ....
Mittwoch, 12. Juni 2013
Vintage Team
Seit kurzem bin ich member des Vintage Teams bei Etsy - und bin immer wieder von dem fasziniert, was die Kolleginnen und Fans von Altem und Schönem in anderen Ländern gesammelt haben. Einen Eindruck bekommt ihr hier:
'vintage holiday' by EmmasHistory
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Dienstag, 11. Juni 2013
Meeresstimmung II - ganz ohne Meeresfarben
Im Augenblick durchstöbere ich ja mehr oder minder freiwillig alte Sammlungen, Flohmärkte und Bestände und finde dabei immer wieder Dinge, die eigentlich nichts miteinander zu tun haben und doch irgendwie zusammenfinden. Hier nochmal zwei interessante Teile, die mit dem Meer zu tun haben und die Meeres-Stimmung mitbringen, ganz ohne Blau und Weiß ....
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